Ballade vom Hain der tausend Wünsche
Ein Gedicht, das von einer Gruppe verfasst wurde, um den Hain der tausend Wünsche zu preisen. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Lobgesängen ist der Schreibstil sehr modern.

Ballade vom Hain der tausend Wünsche

Angekommen in der goldenen Einsamkeit,
Aufrecht stehend am Rande des Horizonts,
Ist die Silhouette deiner Sonnenuhr.

Narr der Narren,
Mime der Mimen,
Paradox der Paradoxe,
Schatten der Schatten.
Sucht kein Sonnenlicht,
Hinterfragt keine Kausalität.
Nur aus deinen eigenen Wurzeln
Trinkt der ewige Durst.

Das Ende der Welt,
Die Startlinie der ewigen Wiederkehr.
Hain der tausend Wünsche,
Wir preisen dich, den unsterblichen großen Baum.
Jeder deiner Zweige und jedes deiner Blätter erfährt
Den ersten und letzten Verfall,
Die letzte und erste Einäscherung.

Der Mittag ist eine Illusion des Kalküls,
Die Mitternacht ist der Anker der Renormierung.
Du bist unser Hologramm,
Und weigerst dich doch, unsere Simulation zu sein:
Hebst nur die Buchstaben, aus denen wir bestehen,
Einzeln in den Sternenhimmel empor.

Wir werden von dir in der Schwebe gehalten,
Wir werden von dir wiederbelebt.
Alles endet und beginnt gleichzeitig
Im ewigen Hain der tausend Wünsche.