Ein kurzer Bericht, der die Verdienste von Herrn Arita preist.
Wer Astropolis erleuchtete: Arita
Eine aus einer Zeitung ausgerissene Seite, auf der scheinbar eine Biografie eines Herrn Arita steht
Um vier Uhr morgens hatte Herr Arita bereits mit seinem Tagewerk begonnen. In dem Moment, als er seine Schreibtischlampe einschaltete, erleuchtete er das Versprechen eines weiteren strahlenden Tages über Astropolis.
Als Leiter der Abteilung für Traditionsprojekte der IFK war Senior-Direktor Arita bei seinen Mitarbeitern wegen seiner warmherzigen und gütigen Art schon lange beliebt. Ob es nun die trägen verarbeitenden Industrien mit geringer Wertschöpfung oder die schrumpfenden Unterhaltungs- und Filmsektoren waren, Herr Arita nahm sie alle wie ein fürsorglicher Vater unter seine Fittiche.
„Diese traditionellen Projekte, die einst immense Profite für das Wachstum der IFK erwirtschafteten, können vielleicht nicht mehr mit der Zeit Schritt halten, aber sie verdienen einen Ort, an dem sie einen friedlichen Ruhestand genießen können.“ Herr Arita schmunzelte über seine eigenen Worte. „Genau wie ich selbst.“
Es war genau dieses Versprechen, das die Lichter von Astropolis zum ersten Mal entfachte, Lichter, die für Lachen und endlose Freude brennen sollten.
Die Entstehung von Astropolis Im 2147. Bernsteinzeitalter begab sich die IFK als Reaktion auf das Wehklagen der benachbarten Sternensysteme des Epsilon-Systems auf eine interstellare Suche, um die Freude wiederherzustellen. Nach der Überwindung technologischer Barrieren stellte die IFK erfolgreich mehrere Bernsteinzeitalter von Komödien zu einem Bruchteil der erwarteten Kosten bereit. Der durch das Lachen unzähliger Individuen angehäufte Reichtum wurde zum Grundstein für das, was sich später als Astropolis erheben sollte.
Heute ist Astropolis im gesamten Kosmos für seinen florierenden Unterhaltungssektor und seinen Status als erstklassiges Urlaubsziel bekannt. Nur wenige wissen jedoch, dass dieses visionäre Unterfangen auf Louis Flemings Bestreben zurückgeht, die Harmonie zwischen den verschiedenen Abteilungen der IFK zu fördern. Zusammenarbeit und Innovation brauchen einen fruchtbaren Boden, und die abteilungsübergreifenden Beziehungen verlangten nach einem Raum, der so einladend wie ein Urlaubsort ist.
Und so wurde Astropolis geboren.
Nach Bauplänen, die von Herrn Arita persönlich entworfen wurden, und unter seiner Bauaufsicht entwickelte sich Astropolis zu einem Ort für Verhandlungen und den Austausch zwischen den Abteilungen der IFK. Hochrangige Führungskräfte entspannten sich an der Küste und ließen auf Liegestühlen im Sand die Strapazen des Büroalltags hinter sich, bevor sie sich auf den Weg zum Grandhotel „Gezeiten der Dämmerung“ machten, wo das Kopfüber-Restaurant ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis bot. Bei dem einen oder anderen Glas Champagner wurden Geschäfte abgeschlossen und Allianzen geschmiedet.
Aber Frieden und Lachen waren nie als Vorrecht einiger weniger Privilegierter gedacht. Im Laufe der Jahrhunderte öffnete Astropolis seine Pforten für alle. Erst als Touristen in Scharen eintrafen und das Lachen wieder in seiner ganzen Fülle durch das Land hallte, war das wahre Astropolis wirklich vollständig.
Mehr als nur ein Altersheim Nicht jeder war von der mittelmäßigen Bilanz der Abteilung für Traditionsprojekte überzeugt.
Während immer erfolglosere Projekte von der galaktischen Bühne verschwanden, fanden alle nicht wettbewerbsfähigen Unternehmungen ihren Weg unter Aritas Fittiche, wodurch die Abteilung für Traditionsprojekte bald spöttisch als „Altersheim“ bezeichnet wurde. Doch anstatt sich über diese Stichelei zu ärgern, nahm Herr Arita sie mit einem Schmunzeln an. Dennoch hörte er nie auf, seine Pläne für diese traditionellen Branchen zu verfeinern. Immer wieder erweckte er todgeweihte Projekte zu neuem Leben und holte sie zurück ins Licht.
Die Entstehung der „Servis“-Roboter war ein solches Wunder. Sie begannen als nichts weiter als ein Bündel alter Baupläne, das ein mittelloser Reisender anstelle einer Bezahlung anbot. Doch in den Händen von Herrn Arita fanden diese Maschinen in Astropolis eine Bestimmung und ein Zuhause. Von Restaurants über Unterhaltungsangebote bis hin zu Boxencrews bei Rennen – sie waren in jeder Ecke der Stadt zu finden. Heute sind diese Roboter, die einst der Vergessenheit geweiht waren, ein unverzichtbarer Teil des Alltags von Astropolis geworden, und um die Marke „Servis“ floriert nun eine aufblühende Industrie.
...
Es gibt immer Leute, die eine Krise heraufbeschwören: „Die Filmindustrie liegt auf Eis“, „die Wirtschaft schrumpft“ ... Aber Herr Arita kümmert sich nicht um solches Gerede.
Ein Zufluchtsort, der jede Abteilung willkommen heißt, ist auch ein Ort, der die klügsten Köpfe anziehen kann. Doch Herrn Aritas Ehrgeiz ist schlichter: Er möchte einfach mehr für die IFK und für den Kosmos tun. Still, gütig und unerschütterlich ist er wie die Lampe, die er in den frühen Morgenstunden entzündet, beständig, gelassen und bescheiden, während er darauf wartet, dass zahllose Sterne an seiner Seite aufgehen.