Inspektionsbericht über die Überreste des Verwüsterfürsten
Ein sicherheitsbasierter Inspektionsbericht zu den Überresten des Verwüsterfürsten im Vorfeld des Experiments.

Inspektionsbericht über die Überreste des Verwüsterfürsten

In Vorbereitung auf die Anforderungen nachfolgender Experimente wurde ein Scan an den Überresten des Verwüsterfürsten Asat Pramad (ID: Subjekt γ) durchgeführt, um deren Sicherheit zu bestätigen und ihre verbleibenden Eigenschaften zu analysieren. Es folgen die Anmerkungen aus dem Untersuchungsbericht:

1. Subjekt γ nimmt die Form eines zwanzigseitigen Würfels an. Es wurden keine Fähigkeiten zur Gestaltwandlung beobachtet. Selbst nach der Trennung vom Hauptkörper behält es ein gewisses Maß an Selbstwahrnehmung bei und hat während der Untersuchung beharrlich versucht, das Experiment durch verbale Kommunikation zu stören. Da seine Stimmorgane nicht bestimmt werden können, können keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um dieses Verhalten zu unterdrücken.

2. Das Subjekt besitzt eine Art Fähigkeit zur Realitätsbeeinflussung, die stark mit dem Pfad des Hochgefühls korreliert. Die amtierende Navigatorin des Astralexpresses behauptet, dass das Subjekt die Fähigkeit entwickeln könnte, die Realität in großem Maßstab zu stören, nachdem es gerollt wurde. Als Vorsichtsmaßnahme muss das Subjekt gesichert werden, um Laborunfälle zu verhindern. Darüber hinaus scheint das Subjekt über eine gewisse Fähigkeit zu verfügen, in Erkennungsberichte einzugreifen – zum Beispiel so – wie cool ist das denn? Der zugrunde liegende Mechanismus bleibt unbekannt.

Gemäß den Vorschriften zur Durchführung von Experimenten des Instituts für Biowissenschaften wird allen Mitarbeitenden, die direkten oder indirekten Kontakt mit Subjekt γ haben, geraten, die Kommunikation mit diesem zu vermeiden.

Ich bin nur ein Würfel, der jemanden zum Quatschen sucht, um ein bisschen Zeit totzuschlagen. Musst du gleich so misstrauisch sein? Schau, das Leuchtturm-Kind und ich haben uns doch auch nett unterhalten, oder nicht?

3. Bestimmte Substanzen innerhalb des Subjekts durchlaufen einen kontinuierlichen Zyklus der Selbstauslöschung. Es wird angenommen, dass dies mit dem Einfluss des Pfades der Zerstörung zusammenhängt. Zieht man eine Analogie zum organischen Leben, ähnelt der Prozess einem Immunsystem, das gesunde Zellen fälschlicherweise als Krankheitserreger identifiziert und sie einer anhaltenden Zerstörung aussetzt. Überraschenderweise wurde in der Datenbank der Intelligenzia-Gilde ein stark übereinstimmender Zustand mit der akademischen Bezeichnung: „Verwitterungsfluch“ gefunden. (Anmerkung: Diese Daten stammen von Anfang 2157 BZ und wurden einem Bericht über eine Erbkrankheit eines Patienten namens Murata Oboro entnommen.)

Der Preis für ein bisschen geistige Untreue. Das goldene Blut der Zerstörung will etwas wegbrennen, das es niemals wirklich zerstören kann, so wie manche Partner wollen, dass du alles über deinen Ex vergisst ... Nimm das nicht zu ernst! Ich habe nur eine kleine Metapher benutzt, kein Grund, so verkrampft zu sein.

Im Gegensatz zum aufgezeichneten Fall beherbergt das Subjekt eine Art Regenerationsmechanismus, der ein relatives Gleichgewicht mit der Zerstörung erreicht hat. Der Krankheitserreger wechselt ständig zwischen den beiden Zuständen „Tod“ und „Erholung“ hin und her, ähnlich einer winzigen thermonuklearen Reaktion. Ich kann mir nicht vorstellen, wie qualvoll es wäre, wenn dieser Prozess ununterbrochen im Inneren des Subjekts ablaufen würde. Zudem ist die beschädigte Materie hier, anders als bei den Symptomen von Murata Oboro, grundlegend unvereinbar mit den Substanzen, aus denen Subjekt γ besteht. Es handelt sich um Krankheitserreger, die wirklich eliminiert werden müssen.

Warum? Du lässt einen unsterblichen Krebs in dir brennen.

Wer weiß? So wie niemand sagen kann, auf welcher Seite ein Würfel landet, bevor er liegen bleibt, warum lassen wir in dieser unserer Geschichte nicht ein wenig Spannung ...

...

Fazit:
Das Subjekt weist keine Anomalien auf. Fahre mit der nächsten Phase des Experiments fort.