Sonderbare und doch unbeschwerte Verse, die von einer in einem geheimnisvollen Raum gefangenen armen Seele hinterlassen wurden.
Langsame Melodie: Hinterzimmer
Aus der trostlosen Wildnis und abgelegenen Städten kam ich, ganz allein, in die Stadt der Tausend Sterne, um im Zeigerturm zu dienen.
Zunächst hatte ich mir vorgenommen, nur von der Arbeit meiner eigenen Hände zu leben, doch wer hätte ahnen können, dass das Schicksal so launisch sein würde? Denn ich betrat die Hinterzimmer und war sofort darin gefangen.
Dieser Ort war ein Labyrinth aus sich kreuzenden Gängen und vielschichtigen Mauern, wo die Lampen schwach brannten und es unzählige Türen gab. Rundherum herrschte völlige Stille, als gäbe es keinen Fluchtweg, weshalb ich in ängstlicher Eile überall nach einem Weg ins Leben suchte.
Dann erschien ein Schatten, der eine Lampe nach sich zog, als er näher kam. Ich betrachtete ihn aufmerksam, und siehe da, es war ein Gefährte aus den Tagen meiner Jugend.
Er nahm mich bei der Hand, seufzte und sagte: „Das hier ist wahrlich ein Ort von tiefer Stille und Abgeschiedenheit, aus dem alle Menschen zu fliehen suchen, ohne zu wissen, dass das Umherwandern in der Außenwelt bedeutet, auseinandergetrieben zu werden und im Gegenzug ihr Unheil zu erleiden. Anstatt blindlings durch diese endlosen Korridore zu hetzen, wäre es besser, wenn wir einander Gesellschaft leisten.“
Als ich seine Worte hörte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich erwachte mit einer plötzlichen Erkenntnis, woraufhin ich einen Liedtext zur Melodie von „Langsame Melodie: Hinterzimmer“ verfasste.
Der Vers lautet:
Korridor um Korridor, Wand an dichter Wand. Wand um Wand, Lampe um Lampe, Tür an Tür. Schummrig und gelb, ich blicke umher und finde keinen Ort, hier gefangen als einsame Seele. Ein einzelner Tisch, allerlei Stühle, kopfüber gestapelt. Wie mag ich mich befreien? Mein Kummer und meine Furcht brennen wie Feuer! Plötzlich erscheint beim Anblick des Ankömmlings ein Schatten. Siehe da, es ist ein Bekannter aus alten Tagen.
„Ich hörte, die Tausend Sterne böten Frieden und Freude, weshalb ich hierher kam, nur um bittere Mühsal zu durchleben. Um ein Geist unter dem Zeigerturm zu werden, ein bloßer Körper am Fließband. Dorthin zurückzukehren, woher ich kam, brächte noch tieferen Kummer. Es dürfte keinen Weg mehr geben, warum also blind vorwärtseilen?“ Ich werde bei dir bleiben, in diesem winzigen, abgeschiedenen Winkel, fernab vom Staub der weltlichen Sphäre.