Chroniken des schwimmenden Schmieröls: Kapitel des Frosches (I)
Anscheinend ein Werk eines namenlosen Dichters aus der Antike, zu einer Zeit, als die Poesie im alten Benzaitengoku noch nicht ausgestorben war. Dies dürfte der einleitende Teil eines der Werke sein.

Chroniken des schwimmenden Schmieröls: Kapitel des Frosches (I)

In einer Zeit, als die Frösche noch nicht in der dunklen Nacht quaken mussten,
war ihr Chor nicht so laut wie heute,
und das Schilf gerade erst im Sumpfgebiet gewachsen.
Bevor es winzige Fische, Mehlwürmer und Garnelen gab,
fischten die Frösche im kristallklaren Golfstrom
und paddelten unermüdlich Tag und Nacht mit ihren Kanus.
Wunderschöne Segelfische, Schwertfische und natürlich Thunfische
fermentierten langsam in der Sonne
und wurden zu einer köstlichen Suppenbrühe.

Eines Tages wurden die Frösche stutzig:
Warum mussten sie das von ihren Urgroßeltern überlieferte Trockenfleisch essen,
wo es doch so viel Essen auf der Welt gab?
Sie versenkten ihre Opfergaben im Schlamm
und wünschten sich von dem heiligen Baum im Sumpf neues köstliches Essen.
Essen, das ihnen auf der Zunge zergeht,
Essen, das absolut frisch ist.
Also glättete der heilige Baum den die Erde,
indem er das Sternenlicht, das sich im kräuselnden Wasser wie Haare spiegelte, nutzte,
um winzige Fische, Mehlwürmer und Garnelen zu erschaffen.

Auf diese Weise verging die Zeit,
und die schnelllebigen Frösche lebten jeden Tag glücklich.
Aber sie gewöhnten sich immer mehr an den Schlamm,
lauerten in der Dunkelheit auf Beute,
quakten in Frühlingsnächten in Scharen
und wurden sogar von ihren eigenen Artgenossen
mit spöttischen Blicken verhöhnt.