Code: AVE-1
Zeit: ██████
Inhalt:
Das ist wohl der interessanteste Auftrag, den ich als Detektiv je angenommen habe: für einen Auftraggeber die Schwachstelle von Aventurin, einem der Zehn Steinherzen, aufzudecken.
Um diese Frage zu beantworten, wird diese Aufzeichnung ihn mithilfe von Methoden analysieren, die unter anderem Videoüberwachung, Datenabhörung, Vor-Ort-Ermittlungen und die Rekonstruktion von Nachbildern umfassen.
Die erste Station der Ermittlung ist die Taverne „Ende der Welt“, wo angeblich noch immer die Legende von Kakavasha kursiert.
„Hey, du bist schon die zwanzigste Person, die sich in letzter Zeit nach ihm erkundigt!“
Eigentlich dachte ich, es würde einiges an Mühe kosten, doch kaum war ich in der Taverne angekommen, scharten sich die Narren schon um mich.
„Avginier? Da gibt es nur einen! Sah lecker aus. Und dann. Wurde ich von ihm verkauft. Verfluchter Avginier, verflucht!!!!“
Der rülpsende Hüne zeigte auf die Narbe in seinem Gesicht und hämmerte auf den Tisch, um seiner Wut Luft zu machen.
„Dieser Herr, hehehe ... Wenn er nicht gewesen wäre, müsste ich hier schon längst nicht mehr als Barkeeper arbeiten, um meine Schulden abzubezahlen ...“
Der verbittert dreinblickende Barkeeper nahm einen tiefen Schluck. Als er von der Vergangenheit sprach, röteten sich seine Augen leicht.
„Er hat wohl gegen irgendein hohes Tier von der IFK gespielt. Seitdem ist Kakavasha nie wieder in der Taverne aufgetaucht. Ich habe noch nie ein so fantastisches Duell gesehen. Sein Glück war, als wäre er von Aha besessen, und seine Spielweise war geradezu lebensmüde!“①
...
Den Geschichten eines Narren ein Drittel Glauben zu schenken, ist mehr als genug.
Betrachten wir mal die Realität: Ein obdachloser Avgin-Bengel kommt in die Taverne, um sein Glück zu versuchen, und schafft es doch tatsächlich, diese Narren im Handumdrehen an der Nase herumzuführen.
So jemand tut nach außen hin so, als wäre ihm alles völlig egal, aber aufgrund einer tragischen Vergangenheit verbirgt er tief im Inneren gewiss ein heimliches Trauma und ein unstillbares Verlangen.
Wenn das Hochgefühl eines gewöhnlichen Spielers aus dem Sieg stammt, welches Hochgefühl zieht er dann aus dem Glücksspiel? Das Erfolgsgefühl raffinierter Berechnungen? Den Spaß an einem Streich?
Nichts davon.
All diese oberflächlichen Vergnügen sind nur seine sorgfältig inszenierte Tarnung.
Warum sonst sollte er die Einladung des Hochgefühls ablehnen? Wäre es nicht eine viel bessere Wahl, einer der Maskierten Narren zu werden?
Während die Blicke der ganzen Welt von seiner Aufführung am Spieltisch gefesselt sind, bin ich mir sicher, dass seine Hände unter dem Tisch zittern.
Meine Vorfreude wächst immer mehr, Aventurin. Das hier ist ein Spiel. Mal sehen, ob ich deine tief verborgene Wahrheit und deine Maske aufdecken kann.
Anmerkung:
① Da das hohe Tier der IFK in der Taverne kein gutes Verhältnis zu Aventurin pflegt, versuchte ich, eine Zusammenarbeit zu etablieren, erhielt jedoch keine Antwort.
– Aufzeichnung mit Client-Terminal synchronisiert