„Was ich nach dem Morgengrauen erblickte, glich nicht dem vertrauten Anblick vergangener Tage. Da war ein rundes, goldgelbes Etwas namens Eiertörtchen und dann war da noch eine Kuriosität namens Handheld-Konsole. Figuren bewegten sich und Töne drangen aus dem Bildschirm, als sähe man eine Illusion. Was für ein Spaß! Spiele ich auch nur einen kurzen Moment nicht damit, vermisse ich es schon. Die Zeremonie des Phantasmonds endete allzu bald, ich konnte mich nur schwer davon trennen ...“
– Notizen zum Leben in Ahatopia, Teil 2„Das Artefakt zur Fernkommunikation nennt man Handy; diejenigen, die durch Gesang und Tanz Segen erbitten, nennt man Idols; kurzärmlige Oberteile nennt man T-Shirts; Witze nennt man Memes; Weggefährten nennt man Kumpel; und große Freude drückt man aus mit ‚Heute bin ich superglücklich!‘ ... Ich habe es vollständig verstanden!
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Dieses Mal schlüpfe ich in die Rolle einer Oberschülerin! Beim Shoppen darf ich auf keinen Fall wie ein Relikt aus der Steinzeit wirken. Also weg mit den altmodischen Kleidern, und meine Waffe wird auch noch schick aufgemotzt! Dank meines Kumpels bin ich endlich voll im Trend! Was war das früher bloß für ein furchtbares Leben, als es noch keine Comics gab. Mein Kopf ist jetzt voll mit: So krass! So niedlich! Das holt mich voll ab! Verdammt, dieses Mal gibt es einfach zu viele undisziplinierte Supplikanten, sodass ich bisher keine Zeit hatte, weiterzulesen. Ich werde das Finale in diesem Leben doch wohl noch sehen können, oder?“
– Notizen zum Leben in Planarcadia, Teil 8„... Ich habe mir einen Traum erfüllt, Leute! Heute war ich zum ersten Mal auf einer Comic-Convention, habe zum ersten Mal gecosplayt, das Outfit meiner Lieblingsfigur angezogen, eine Perücke aufgesetzt, mich geschminkt, und die Person vor dem Spiegel ... bin das wirklich ich? Seit die IFK hier ist, gibt es jeden Tag mehr neuen Kram, ein Meme nach dem anderen taucht auf, ich kann mir das gar nicht alles über Nacht merken!
Aber die Toleranz gegenüber Witzen wird immer größer. Um eine große Show abzuziehen, greifen die Supplikanten mittlerweile zu jedem Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen. Ich habe diese entführten Kinder gerettet, aber ich konnte die Kraft des Überflusses nicht einsetzen, um sie zu heilen ... Wenn sie außer Kontrolle gerät, hätte das zweifellos eine noch schrecklichere Katastrophe verursacht ... Ach, als ich zuhörte, wie ihre Herzen aufhörten zu schlagen, fragte ich mich manchmal auch, warum ich hier stehe und warum dieses Land von so tiefem Unheil geplagt wird ...“
– Notizen zum Leben in Planarcadia, Teil 16Anstatt vom Phantasmond auf den Wandel der Menschenwelt herabzublicken, lässt sich das junge Mädchen oft dazu verleiten, sich ungezwungen in der sterblichen Welt zu vergnügen.
Menschen sind solch wundersame Wesen: Sie stellen sich Dinge vor, sie wünschen, sie beten und sie fluchen. Wie dem auch sei, in den Phantasmond-Spielen, die der Herr des Hochgefühls hinterlassen hat, besteht ihre einzige Mission lediglich darin, dafür zu sorgen, dass die Spiele reibungslos bis zum Ende verläuft ...
Doch sind die Freude, der Zorn, die Trauer und die Furcht, die sie berührt hat, jemals vom Wind verweht?
In Momenten, bevor sie ihr Bewusstsein erlangte, wurde auch sie von allem geformt, was sie empfand.