In der Planarsphäre ist der Kernbereich des Instituts für Biowissenschaften eingeschlossen, wo die Forscher wie Knotenpunkte in einem neuronalen Netz fungieren und durch industrialisierte Arbeitsabläufe kontinuierlich Inspirationen und Rückmeldungen erzeugen.
„Wenn dein Ehrgeiz dem eines Genies in nichts nachsteht und du weißt, wie man durch Innovation Werte schaffen kann, dann gehörst du in die Technologie-Abteilung! Schließe dich der Intelligenzia-Gilde an!“
Alle Forscher, die erfolgreich in das Institut für Biowissenschaften aufgenommen wurden, werden den Moment nie vergessen, in dem der Finger des Leiters auf sie zeigte. Die Vision des „Erfolgs“ jagt ihnen einen Schauer über den Rücken und die immensen Forschungsgelder lassen ihnen den Kopf schwirren.
In diesem von der Technologie-Abteilung und der Intelligenzia-Gilde gemeinsam errichteten Forschungsinstitut ist Denken die wichtigste Arbeit und Inspiration das unersetzlichste Gut eines Forschers.
Die Gelehrten blicken durch Mikroskope, um die Zusammensetzung universeller Lebensformen zu analysieren und zu rekonstruieren, kippen dann die Waagschalen des Marktes und halten in ihren Berichten fest, welchen Wert sie besitzen.
Die Maximierung der Ergebnisse um jeden Preis versetzt die wissenschaftliche Welt in einen Rausch: eine unaufhaltsame Flut gewagter Experimente, die ständig die ethischen Grauzonen ausloten.
Artenübergreifende Hybridisierung, Genmanipulation, Erschaffung neuer Spezies ... Für das Institut für Biowissenschaften ist jedes Lebewesen im Universum sein Forschungsobjekt. Unter den Mitarbeitern kursierte einst ein Scherz:
Wenn du an einem stockdunklen Labor vorbeigehst, wirst du nie wissen, ob im nächsten Moment der Forscher oder das Versuchsobjekt die Tür öffnet.
Unter den zahlreichen weit verbreiteten Gerüchten war die Leiterin der Technologie-Abteilung, Yabuli, schon immer eine der zentralen Figuren.
Als schwer fassbare Größe kennt zwar jeder ihren Namen, doch kaum jemand weiß, was für ein großes Experiment sie eigentlich führte.
Die Menschen blicken voll Ehrfurcht und Bangen auf den Kernbereich des Instituts für Biowissenschaften. Jedes Mal, wenn es dort zu einer heftigen Erschütterung kommt, löst dies eine neue Welle wilder Spekulationen aus.
Das Institut für Biowissenschaften antwortet nie auf solche Fragen. Unter der Oberfläche wogen die Unterströmungen, während die Forscher Tag für Tag ihre Ideen beitragen.
Erst wenn die Kollision der Inspirationen einen Funken erzeugt und abwegige Fantasien durch leidenschaftliche Debatten in die Realität geformt werden, atmen alle erleichtert auf.
Selbst mit geschlossenen Augen sehen sie bereits das kosmische Morgen, das von ihren eigenen Händen neu gestaltet wird.